Nach Aktionen vor allem in Gera, Magdeburg, Irxleben, Blankenburg, Gardelegen und Burg am Samstag sollen die Aktionen an diesem Montag auf Dresden und Leipzig erweitert werden. Das kündigte verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago am Sonntag an. "Wir streiken immer wieder." Die Aktionen sollen bis Mittwoch andauern.

Dann treffen sich verdi und die Vertreter des Einzelhandelsverbandes zur dritten Verhandlungsrunde. In Erfurt soll ein neuer Anlauf zum Abschluss eines Tarifvertrags gestartet werden. Verdi fordert für die rund 265 000 Beschäftigten des Einzel- und Versandhandels in den drei Bundesländern rückwirkend zum 1. Juni eine Lohn- und Gehaltserhöhung von einem Euro pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 90 Euro im Monat steigen. Nach verdi-Angaben haben sich an den Warnstreiks am Samstag, die zumeist über den ganzen Tag gingen, 190 Beschäftigte in neun Märkten und Filialen in Sachsen-Anhalt und 60 in drei Supermärkten in Gera beteiligt. Erstmals sei die Otto-Tochter HF in Haldensleben an den Arbeitsniederlegungen beteiligt gewesen. Etwa 50 Mitarbeiter der Frühschicht traten in den Warnstreik.

Die Gewerkschaft lehne Zugeständnisse bei Arbeitszeit-Regelungen und Zuschlägen ab, bekräftigte ihr Verhandlungsführer.