Der bislang härteste Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben in diesem Jahr trifft an diesem Montag die Fahrgäste. Es werden keine U-Bahnen und Straßenbahnen in der Hauptstadt fahren, auch die meisten Busse bleiben stehen. Gestreikt werden soll den ganzen Tag. S-Bahn und Regionalzüge werden aber wie gewohnt fahren.

Die BVG-Beschäftigten kämpfen um mehr Geld und bessere Arbeitszeiten. Die Tarifverhandlungen waren auch in der jüngsten Runde am Donnerstag ohne Ergebnis geblieben. Die BVG kritisierte, Verdi trage den Konflikt auf dem Rücken der Fahrgäste aus. Die Gewerkschaft betont jedoch, da der Ausstand schon am Donnerstag angekündigt wurde, könnten sich die Kunden vorbereiten.

Fahrgäste müssen mit überfüllten S-Bahn-Zügen rechnen

Bei der BVG fahren nur die Fähren und Busse auf 30 Linien, wo Subunternehmer vor allem am Stadtrand unterwegs sind. Die S-Bahn will 80 zusätzliche Fahrten auf der S5 anbieten. Fahrgäste müssten aber mit vollen Zügen rechnen, hieß es. Zum Flughafen Tegel setzen die Betreiber von 5 Uhr an unregelmäßig sechs Pendelbusse vom S-Bahnhof Jungfernheide ein.

Verdi und der Beamtenbund fordern für die rund 14 500 Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und ihrer Tochter Berlin Transport spürbare Verbesserungen. Jedoch stand zuletzt die ursprüngliche Kernforderung nicht mehr im Mittelpunkt, die Arbeitszeit eines Großteils der Mitarbeiter zu verkürzen. Stattdessen scheinen die Gewerkschaft voll auf eine deutlich Entgelterhöhung zu setzen.

Beim ersten Warnstreik Mitte Februar hatte Verdi die BVG acht Stunden lang lahm gelegt, auch danach gab es Einschränkungen. Anfang März legten dann die Busfahrer für einen Tag die Arbeit nieder.