Ein entsprechender Antrag dreier Naturschutzverbände auf Erlass einer Zwischenentscheidung in einem laufenden Verfahren wurde abgelehnt, teilte das Gericht gestern mit.
Es seien derzeit akut keine weiteren Beeinträchtigungen naturschutzrechtlicher Belange ersichtlich, so die Richter. Die Unesco will dem Dresdner Elbtal den Welterbe-Titel definitiv aberkennen, wenn die Brücke entsteht.
Die Richter verwiesen darauf, dass damit keine Entscheidung zur Rechtmäßigkeit des Brückenbaus und dessen weitere Fortführung getroffen worden sei. Diese bleibe den Entscheidungen in der Hauptsache vorbehalten.
Das Klage-Verfahren gegen den Brückenbau wird am 16. Oktober fortgesetzt. Das Gericht hatte sich Anfang August wegen eines kürzlich ergangenen Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes zu teils vergleichbaren grundsätzlichen naturschutzrechtlichen Fragen vertagt. Der Prozess soll klären, ob der Planfeststellungsbeschluss von 2004 für die Brücke rechtens ist.
Die seit Jahren umstrittene Brücke wird trotz ausstehender endgültiger Entscheidung darüber seit November 2007 gebaut. Das Elbtal ist seit 2004 Weltkulturerbe, steht aber wegen des Brückenbaus seit 2006 auf der Roten Liste der gefährdeten Welterbestätten. Das Welterbe-Komitee stellte Anfang Juli ein letztes Ultimatum, forderte zugleich einen sofortigen Baustopp und die Beseitigung der bisherigen Zerstörung des Elbtals. Sollte die Brücke nicht durch einen Tunnel ersetzt werden, wird das begehrte Gütesiegel 2009 definitiv entzogen. (dpa/ta)