Hintergrund ist die Klage der Grünen Liga Sachsen gegen den Planfeststellungsbeschluss der Stadt Dresden aus dem Jahr 2004. Der betroffene Teil des Elbtals war nach dem Baubeschluss von der Europäischen Kommission in die Liste der sogenannten FFH-Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung aufgenommen worden. Die Leipziger Richter wollen deshalb von ihren EU-Kollegen wissen, ob die in der entsprechenden EU-Richtlinie vorgegebenen Regelungen nachträglich hätten beachtet werden müssen - und wenn ja, ob dies in ausreichendem Maße geschehen ist. Mit einer Entscheidung des EuGH ist frühestens in einem halben Jahr zu rechnen.

2009 hatte die Unesco dem Dresdner Elbtal den Titel eines Weltkulturerbes aberkannt, weil die Brücke aus ihrer Sicht das Landschaftsbild dramatisch veränderte.