Das Chaos im Straßenverkehr blieb aus. "Es gibt nicht mehr Unfälle als sonst", sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes in Dresden. Bundesstraßen und Autobahnen seien frei, nur einige abgelegene Nebenstraßen könnten nicht befahren werden. Dagegen bedrohte der Schnee Ortsverbindungs- und weniger befahrene Straßen in den Gebirgsregionen. Unter dem enormen Gewicht nassen Schnees drohten Baumkronen zu brechen und abzustürzen. "Die Bäume hängen wie Bogenlampen, da Nassschnee bis zum Fünffachen des Gewichts von Pulverschnee erreichen kann", so Sachsenforst-Sprecher Rother. Besonders betroffen waren Höhenlagen zwischen 600 und 800 Metern vor allem im Westerzgebirge sowie südlich von Dresden und im Vogtland, deren Waldgebiete derzeit nicht betreten werden dürfen. Dort sind auch einzelne Skiloipen gesperrt. Laut Rother sind im Staatswald und auch Privatwald Tausende Bäume gefährdet. "Die Witterung in der Nacht und den nächsten Tagen wird entscheidend für den Umfang der Bruchschäden sein." Nach Angaben der Polizei sind vier Straßen im Erzgebirge und Südwestsachsen wegen Schneebruchs und umgestürzter Bäume gesperrt. dpa/ta