Mit der Hitze steigt in Brandenburg und Sachsen wieder die Gefahr der Waldbrände. Dabei hat es in Brandenburgs Wäldern 2015 schon öfter gebrannt als im gesamten vergangenen Jahr. Bisher gab es mehr als 220 Brände, bei denen etwa 300 Hektar beschädigt wurden, wie der Waldbrandschutz-Beauftragte des Landes, Raimund Engel, auf Anfrage sagte. 2014 seien es knapp 120 Waldbrände und 27,4 Hektar gewesen.

Und die Gefahr steigt weiter. Im Landkreis Dahme-Spreewald rückte die Feuerwehr am Sonntag zu zwei Waldbränden aus: Erst standen zwischen Egsdorf und Teupitz 150 Quadratmeter Waldboden in Flammen und am Abend brach ein Feuer nahe des Tierheims Märkisch Buchholz aus. Auf rund 5000 Quadratmetern fraß sich ein Feuer durch den Wald bei Gottow (Teltow-Fläming). Als "Waldbrandsaison" gilt die Zeit von März bis Ende September. Die Gefahrenstufen reichen von eins ("sehr geringe Gefahr") bis fünf ("sehr hohe Gefahr").

Stufe 5 gilt schon jetzt in der Muskauer Heide (Landkreis Görlitz). Ansonsten gilt für den Kreis Görlitz die zweithöchste Warnstufe - ebenso wie für die Kreise Bautzen, Meißen, Leipzig und die Stadt Dresden. In Brandenburg sieht die Lage schon jetzt prekärer aus: höchste Warnstufe für die Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Barnim und Märkisch-Oderland.

Auch die teils kräftigen Regengüsse in den vergangenen Wochen haben laut Deutschem Wetterdienst nichts an der hohen Waldbrandgefahr geändert. Bei Starkregen fließe das Wasser zu schnell ab, könne nicht richtig versickern. Die Böden bleiben in der Tiefe trocken.

Schauer und Gewitter, die für die Nacht zu Mittwoch erwartet werden, sind also nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Für Freitag erwarten die Meteorologen Temperaturen bis zu 37 Grad.