Durch die anhaltende Hitze und geringe Luftfeuchte besteht in den kommenden Tagen in den Lausitzer Wäldern erhöhte Brandgefahr. "Am Donnerstag, spätestens Freitag, haben wir wahrscheinlich in vielen Landkreisen die Waldbrandwarnstufe vier erreicht", sagt Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel. Bei jener gilt höchste Gefahr. Am gestrigen Mittwoch wurde überall in Brandenburg - bis auf die Landkreise Spree-Neiße und Oder-Spree sowie die Städte Frankfurt (Oder) und Cottbus - die Warnstufe drei ausgerufen. In den sächsischen Landkreisen Bautzen und Görlitz herrscht bisher erhöhte Gefahr (Stufe zwei). Die Lage wird sich bis zum Wochenende zuspitzen. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, werden am Donnerstag und in den kommenden Tagen bei schwachem Nordwestwind erneut sommerliche 25 bis 29 Grad erreicht werden.

Allein in diesem Jahr brannte es in Brandenburgs Wäldern schon 76-mal auf etwa 13 Hektar. Im Vergleich zu 2012 brannte es allerdings noch relativ wenig: 235 Brände haben eine Fläche von 76 Hektar zerstört. Diese für das erste Halbjahr geringe Anzahl sei dem langen Winter und dem verregneten Mai zu verdanken.

"Die Süd-Ost-Hälfte Brandenburgs ist unser Sorgenkind", sagt Engel. Dies liege an den leichten Sandböden und den Kiefern. "Das Harz und die ätherischen Öle sorgen dafür, dass Kiefern bei langer Trockenheit wie Zunder brennen", erklärt Engel. Deshalb sei Brandenburg auch bundesweit das Land mit der höchsten Waldbrandgefährdung.

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