Enorm schwierig gestaltet sich die Bekämpfung eines Waldbrandes auf dem früheren Truppenübungsplatz Teupitz/Wünsdorf (Teltow-Fläming). Wie lange es dauern wird, bis das Feuer gelöscht ist, ist nach Angaben der Feuerwehr vom Montag nicht absehbar. „Der Einsatz ist kompliziert und wegen der Munition im Boden nicht ungefährlich“, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg in Brandenburg/Havel am Montagmorgen.

Die Löschkräfte könnten mit ihren Fahrzeugen nicht einfach blind in das Gelände fahren. „Dafür ist die Gefahr durch die Munition einfach zu groߓ, erklärte der Sprecher. Immer wieder explodierten im Boden lagernde Sprengkörper.

Die bis zu 200 eingesetzten Feuerwehrleute könnten nur von den Wegen aus das Wasser in die Flammen und Glutnester schießen. Mit einer Entwarnung sei deshalb am Montag vorerst nicht zu rechnen. „Wir erwarten Temperaturen von über 30 Grad. Für uns ist das schlecht. Dann brennt es an allen Ecken weiter“, sagte der Sprecher.

Im Einsatz war am Samstag auch ein Löschhubschrauber der Bundespolizei. Am Sonntag wurde dann ein Feuerlöschpanzer eingesetzt.

Das Feuer war am Samstag ausgebrochen und wütete auf einer Fläche von 17 Hektar. Immer wieder explodierten im Boden lagernde Sprengkörper. 42 Familien mussten ihre Häuser sicherheitshalber verlassen. Die Anwohner konnten bislang nicht zurückkehren. Rauchschwaden zogen über die Autobahn A13 Berlin-Dresden und behinderten zeitweise am Sonntag die Sicht der Autofahrer.

Wie es zu dem Feuer kam, war am Montagmorgen noch unklar. Auf früheren Truppenübungsplätzen in Brandenburg hat sich aber schon häufiger im Boden liegende Munition bei großer Hitze selbst entzündet.