Dabei haben immerhin 1270 Menschen den Antrag auf Zusendung der Wahlunterlagen gestellt. Von ihnen kamen 70 Prozent aus der Lausitz, 15 Prozent aus den Großstädten Berlin, Leipzig und Dresden sowie 15 Prozent aus dem restlichen Bundesgebiet. Wer sich jetzt noch an der Abstimmung beteiligen möchte, muss bereits im Wählerverzeichnis eingetragen sein.

Seit Mai läuft das Votum zum Serbski Sejm. Doch die Begeisterung unter denjenigen, die sich der sorbisch/wendischen Minderheit zugehörig fühlen und tatsächlich mit abstimmen wollen, hält sich in Grenzen. 34 Kandidaten und Kandidatinnen stehen zur Wahl. Seit fast drei Jahrzehnten gab es in der Lausitz immer wieder einmal Vorstöße für die Gründung einer sorbisch/wendischen Partei oder auch die Wahl eines eigenen Parlaments der Sorben und Wenden als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Am Ende wurden die Ideen aber nie umgesetzt.

Briefwahlstimmen, die bis zum 3. November beim Wahlvorstand eingehen, werden gezählt. Allerdings müssen sie an diesem Tag bis 10 Uhr persönlich an der Geschäftsstelle in Nebelschütz abgegeben werden, bevor die Stimmauszählung beginnt.