Statt dessen brachte das Jahr 2010 in Europa Kälterekorde mit viel Schnee und Eis. Aber keine Bange, es kann noch werden. Die Klimaerwärmungspropheten haben alles im Griff. Wir frieren, weil es ganz oben im Norden, in der Barentssee, wärmer geworden ist, wie Vladimir Petoukhov vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung berichtet. Infolge der Schrumpfung des Meereises werden untere Luftschichten aufgeheizt, und das führt dann zu einer Störung der Luftströmungen. Die Erwärmung der Luft über der Barentssee bringt kalte Luft zu uns. Ist doch logisch, oder? Aber wo kommt diese blöde Kälte mit den gestörten Luftströmungen dann her, wenn es doch im Norden wärmer geworden ist? Etwa von den Russen? Denen wärs zuzutrauen. Genau weiß das Petoukhov nicht. Zitieren lässt er sich fast nur im Konjunktiv. "Diese Störungen könnten die Wahrscheinlichkeit des Auftretens extrem kalter Winter in Europa und Nordasien verdreifachen." Und das passt prima ins Klima-Erwärmungsmodell. Jedenfalls in das aktuelle. Die Bösewichter haben sich zu früh gefreut. Die Erwärmung straft sie mit Frostbeulen ab. rbt1