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| 02:40 Uhr

VW baut um und ab

Dresden. Volkswagen stellt sich neu auf und baut um. Deutschlandweit fallen bis zu 23 000 Stellen weg. Weiterentwickelt wird das Werk in Zwickau, das beim Thema Elektromobilität eine besondere Rolle spielt. dpa/kr

In Zwickau soll künftig das erste neu konzipierte Elektrofahrzeug von Volkswagen gebaut werden. Der Standort werde strategisch für den Einsatz des sogenannten Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) entwickelt, teilte Volkswagen Sachsen am Freitag auf Anfrage mit. Anders als bei konventionellen Fahrzeugen, die auf Akku-Antrieb umgerüstet wurden, soll das neue Elek trofahrzeug um Elektromotor und Batterie herum entwickelt werden.

Volkswagen will im Rahmen des sogenannten Zukunftspakts bis zum Jahr 2025 allein in Deutschland bis zu 23 000 Stellen streichen. Der Abbau soll aber sozialverträglich erfolgen. Auch in Zwickau wird die Zahl der Beschäftigten sinken - etwa durch Altersteilzeit und Fluktuation. Genaue Zahlen wurden nicht genannt. Laut VW-Zukunftspakt sollen zudem auch neue Golf-Modelle weiter in Zwickau gebaut werden. Laut Wirtschaftsministerium sind betriebsbedingte Kündigungen für den Freistaat ausgeschlossen. "Uns wurde versichert, dass alle Standorte im Freistaat erhalten bleiben", erklärte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Vor allem das VW-Werk in Zwickau werde für die Zukunft des Automobillandes Sachsen eine große Rolle spielen, so Dulig mit Blick auf das neue Elektromodell. "Dies zeigt, dass der Konzern Vertrauen in die Mitarbeiter in Sachsen hat, und zukünftige Technologien zuerst bei uns im Freistaat in die Fertigung bringt."

Erst am Donnerstag hatte VW verkündet, dass in der Gläsernen Manufaktur in Dresden von April 2017 an der neue E-Golf vom Band rollt. Wirtschaft Seite 12