Erstliga-Rückkehrer VfL Bochum geht dagegen in der Fußball- Bundesliga schweren Zeiten entgegen. Der Revierclub verlor im Aufsteigerduell gegen Energie Cottbus trotz spielerischer Überlegenheit mit 0:1 (0:0).

Vor 21 666 Zuschauern bescherte Energie- Abwehrspieler Vragel da Silva den Lausitzern per Kopf in der 85. Minute den ersten Saisonsieg. Während Cottbus mit einem Erfolgserlebnis in die kommenden Wochen geht, hat für die Bochumer nach der dritten Niederlage im dritten Saisonspiel bereits der Kampf gegen den Abstieg begonnen.

Bochum trat im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Bayern München auf zwei Positionen verändert an. Für Benjamin Lense und Ivo Ilicevic spielten David Pallas und Oliver Schröder. Der in dieser Woche verpflichtete griechische Stürmer Theofanis Gekas saß zunächst auf der Bank. Gäste-Trainer Petrik Sander vertraute derselben Elf, die vor einer Woche gegen den Hamburger SV ein 2:2 erreicht hatte.

Der VfL übernahm von Beginn an das Kommando und erspielte sich eine Reihe guter Möglichkeiten. Christoph Dabrowski (6.) köpfte nach einer Ecke des Regisseurs Zvjezdan Misimovic knapp vorbei. Die vor allem in der Defensive überzeugenden Lausitzer brachten im Spiel nach vorn wenig zu Stande. Gefährlich wurde es lediglich, wenn Sergiu Radu am Ball war. So scheiterte der Rumäne (7.) freistehend am Bochumer Schlussmann Peter Skov-Jensen, wenig später verfehlte ein Kopfball von Radu das Ziel nur knapp.

Bis zum Halbzeit-Pfiff des jungen Schiedsrichters Michael Kempter, der sein erstes Bundesliga-Spiel souverän leitete, spielte nur noch der VfL. Vor allem der starke Misimovic ließ gute Chancen ungenutzt. Sein Distanzschuss in der 28. Minute strich knapp am Cottbuser Gehäuse vorbei. Nur drei Minuten später war Energie-Schlussmann Tomislav Piplica bei einem Freistoß von Misimovic ebenso zur Stelle wie kurze Zeit später bei dessen 18-Meter-Schuss.

Auch nach dem Wechsel setzten die Bochumer ihren Einbahnstraßen- Fußball fort. Allerdings rannten sich die Offensivkräfte Misimovic, Fabio Junior und der eingewechselte Ilicevic immer wieder in der dicht gestaffelten Cottbuser Abwehr fest. In der Schlussphase brachte VfL-Coach Marcel Koller Neuzugang Gekas, doch auch der griechische Nationalspieler konnte den entscheidenden Treffer nicht mehr landen. So kam es, wie es kommen musste: Da Silva stellte mit seinem Treffer fünf Minuten vor dem Ende den Spielverlauf auf den Kopf.