Welche Auswirkungen die von der AfD geplanten Veränderungen auf die ohnehin schon flächenmäßig großen Wahlkreise im ländlichen Raum, etwa in der Uckermark, der Prignitz oder in Elbe-Elster haben, konnte Bessin indes nicht sagen: "So genau haben wir das noch nicht untersucht." Bei einer Landtagswahl wird die Hälfte der 88 Abgeordneten direkt in den 44 Wahlkreisen gewählt. Das Landeswahlgesetz schreibt vor, dass die Landtagswahlkreise "möglichst gleiche Wahlberechtigtenzahlen" aufweisen müssen. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Klaus Ness, wies darauf hin, dass schon heute manche Wahlkreise in der Peripherie des Landes flächenmäßig sehr groß seien. Daher werde die SPD den Vorschlägen nicht zustimmen.

Die innenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Ursula Nonnemacher, verwies darauf, dass es gerade für kleine Fraktionen schwer werde, wenn der Landtag noch kleiner würde. Im 51 Mitglieder zählenden Landtag des Saarlands stelle die Fraktion der Grünen gerade einmal zwei Abgeordnete.