Allerdings werde laute Musik vor allem von Jugendlichen oft nicht als Lärm empfunden.
"Gerade darin liegt die Gefahr", warnte Tillich. In einer Diskothek etwa würden Pegel zwischen 102 und 112 Dezibel gemessen. Dies entspreche dem Lärm einer Kettensäge. Ein Walk- oder Discman bringe es bis auf 105 Dezibel, etwa so viel wie ein Presslufthammer.
Der Gesundheitsstaatssekretär Albert Hauser fügte hinzu, je lauter der Lärm sei, desto schneller trete der Hörschaden ein. Habe man keine Ohrenstöpsel zur Hand, solle man in der Disko oder bei Konzerten genügenden Abstand zu den Musikboxen halten. Sei ein Schaden erst einmal da, lasse er sich nicht mehr beseitigen. "Dann hilft nur noch ein Hörgerät", warnte Hauser.
Tillich betonte, Freizeitlärm stelle eine Gefahr dar. Daher sei es wichtig, das Bewusstsein der Jugendlichen zu schärfen, appellierte er. Diese hätten es selbst in der Hand, sich vor Gehörschäden zu schützen.
(ddp/fxk)