Durch kaputte Äcker oder abgebissene Baumtriebe seien allerdings weder Einzelpersonen noch Betriebe in ihrer Existenz bedroht. In der Landwirtschaft verursachten vor allem Wildschweine Schäden. Reh-, Rot- oder Damwild waren in den Forsten für den Verbiss an Bäumen verantwortlich. Der Bericht belege, dass es derzeit keine Hinweise auf stark steigende Wildbestände gebe, heißt es. Für eine effektive und unkomplizierte Regulierung der Bestände und zur Verringerung der Wildschäden reichen nach Ministeriumsangaben die bestehenden rechtlichen Regelungen aus. Dafür sei aber eine gute Kooperation von Jägern, Landwirten und Förstern notwendig: "Es gibt also lediglich ein Vollzugs- und kein Regelungsdefizit." In den Jagdjahren 2004/2005 bis 2006/2007 seien 1090 Verfahren von Wildschäden im Agrarbereich mit einer Summe von 615 434,65 Euro und 33 Verfahren im Forstbereich mit einer Schadenssumme von 41 540,92 Euro gemeldet worden. "Eine ganze Reihe von Schäden wurde gütlich geregelt", heißt es in der Mitteilung. Nach Ministeriumsangaben sind im Jagdjahr 2007/08 insgesamt 7714 Stück Rotwild erlegt worden, zehn Prozent weniger als im Jahr zuvor. Allerdings rangiere die Mark im bundesweiten Vergleich damit hinter Bayern auf Platz zwei. Beim Damwild bedeuteten 14 092 Abschüsse einen Rekord. Ferner wurden 64 623 Stück Rehwild, 63 913 Wildschweine und 866 Stück Muffelwild erlegt. dpa/mb