Und manches Mal auch Zeugnisse veritabler politischer Dummheit: Wenn etwa eine Landtagsabgeordnete der SPD darüber philosophiert, dass die Regionalisierungsmittel des Bundes dazu beitragen könnten, weiter Züge in Brand stoppen zu lassen, hat sie schlicht die Ursachen der geplanten Streichung des Zughalts nicht verstanden. Dass ihre Fraktionskollegen das dann auch noch liken, zeugt am Ende nur davon, wie wenig der öffentliche Nahverkehr zum Alltag der Abgeordneten gehört. Eine Ausnahme bildet da natürlich Infrastrukturministerin Kathrin Schneider. Ende des Monats will sie Potsdamer Journalisten die Fortschritte in der Buga-Stadt Brandenburg (Havel) zeigen. Und während andere Ministerien für so etwas einen Reisebus bestellen, lädt Schneider zur Fahrt im Regionalexpress ein. Was dann am Ende vielleicht auch per Handyfoto auf Facebook dokumentiert wird.