In der brasilianischen Metropole will er bis Sonntag am Weltjugendtag mit bis zu zwei Millionen Pilgern teilnehmen. In der Stadt am Zuckerhut ist ein massives Polizei- und Militäraufgebot im Einsatz.

Der Papst kommt beim Weltjugendtag mit Gläubigen zusammen, um mit ihnen zu beten:

Angelus-Gebet: Es wird in der katholischen Kirche dreimal am Tag gesprochen - morgens, mittags und abends. Als Einladung dazu läutet eine Glocke. Das Gebet erinnert daran, wie der Erzengel Gabriel Maria die Botschaft von der Empfängnis Jesu brachte. Die heutige Form des Angelus (deutsch: Engel des Herrn) wurde 1571 von Papst Pius V. eingeführt. In Rom betet der jeweilige Papst das Angelus sonntags um 12 Uhr am Fenster seines Arbeitszimmers mit Pilgern auf dem Petersplatz. In Rio spricht der Papst am Freitag vom Hauptbalkon des Bischofspalastes São Joaquim.

Kreuzweg: In 14 Stationen stellt er das Leiden Jesu dar. Gläubige erinnern daran, wie Christus der biblischen Überlieferung nach mit dem Kreuz den Schmerzensweg Via Dolorosa durch Jerusalem zu der Kreuzigungsstätte nach Golgatha gegangen ist. Am Karfreitag machen sich Pilger in Jerusalem auf diesen Weg, weltweit schreiten Christen die Stationen ab, die an Wegen oder in Kirchen errichtet sind. Die einzelnen Punkte erinnern etwa daran, wie Jesus mit dem Kreuz seiner Mutter Maria begegnet, am Kreuz stirbt und ins Grab gelegt wird. Am Freitag geht der Papst auf einen gemeinsamen Kreuzweg mit den Jugendlichen des Weltjugendtages an der Copacabana.

Vigil: Während dieser liturgischen Feier (lateinisch "vigilia" bedeutet Wachen, Nachtwache) versammeln sich Gläubige in der Nacht oder am Vorabend hoher Feste. Die Zeit verbringen sie mit Gebeten und Bibellesungen. Der Papst begeht die Vigil-Feier am Samstag mit Pilgern auf dem "Campus Fidei" (Glaubensfeld) in Guaratiba im Westen von Rio.

Papst Franziskus trifft am Donnerstag ehemalige und aktuelle Kicker-Ikonen des Fußball-WM-Gastgebers Brasilien. Dazu sollen neben Pelé und Zico auch die derzeitigen Starspieler der Seleção, Neymar und Oscar, gehören. Brasilianische Medien berichteten, dass auf Bitte von Papst Franziskus auch noch Sportler anderer Disziplinen zu dem Empfang in der Hauptstadt Brasilia eingeladen wurden.