Nun ist Sibirien mit eiskalten Wintern und brütend heißen, mückenreichen Sommern bisher nicht gerade ein Hit auf der Liste begehrter Urlaubsziele. Der sibirische Yeti, so kann man vermuten, soll da etwas nachhelfen. Was den Schotten schon lange recht ist, ist der fernöstlichen russischen Region jetzt billig.

Im Wettbewerb der Tourismusregionen setzt das neue Maßstäbe. Für das Lausitzer Seenland wird es deshalb höchste Zeit, sich auch nach einer seltenen Art umzuschauen, die für durchschlagende Popularität der Region sorgen könnte.

Wie wäre es mit einem gurkengrünen gehörnten Kippenläufer, groß wie ein Schäferhund? Einem rotzüngigen Kiefer-Marder? Einem reißzahnbewährten Monster-Nutria? Einem leuchtenden Killerwels?

Wenn sich nichts davon „nachweisen“ lässt, könnten die Lausitzer Sibirien den Yeti auch streitig machen. Ausreichend Sandboden für imposante Fußspuren gibt es genug zwischen Spreewald und Oberlausitz.