Peter Altmaier: Steiler kann man nicht aufsteigen. Vom Verwalter der Parlamentsarbeit zum Minister der Energiewende. Kugelblitzartig. Darauf noch ein großes Schnitzel am nächsten Rastplatz. Aber Achtung: Wenn der Peter so weiter macht, macht er im Wahlkampf schlapp. Er wird doch wohl nicht platzen? Das hört man öfter von politischen Freunden des futternden Umweltministers. Rakete, aber 140 Kilo schwer.

Norbert Röttgen: Mensch Norbert, wie konnte das geschehen? Von Muttis Liebling zu Muttis verstoßenem Sohn. Die Wahl in NRW vermasselt, weil er sich nicht zum Land bekennen wollte. Die Energiewende kam mit ihm auch nicht voran. Und tschüss. So kannte man die Kanzlerin vorher gar nicht. Jetzt wurde Röttgen gefragt: "Sind Sie froh, dass das Jahr endlich vorbei ist?" Die Antwort: "Die Ereignisse sind nun mal passiert. Und das Jahr kann auch nichts dafür." So ist's recht. Knallfrosch.

Katrin Göring-Eckhardt: Halleluja: Endlich. Gott ist ein Grüner, er hat sie geschickt. Und die Basis ruft wieder ein evangelisches Halleluja. Jetzt muss die Spitzenkandidatin nur noch übers Wasser gehen, die Schwarzen auf den rechten Weg bringen und die Grünen in die Regierung. Wo Katrin ist, da ist Leben! Und wir winken mit dem schwarz-grün-lila Tuch. Rakete.

Wolfgang Schäuble: Vor Ostern fragte ihn Angela Merkel: "Wollen wir ins Kino gehen? Oder ist das blöd?" War es nicht. Also schauten sich beide den Kassenschlager "Ziemlich beste Freunde" an. Der Film erzählt von zwei Männern, von denen einer im Rollstuhl sitzt. Beim Rausgehen wurde Schäuble auf seine "tolle Arbeit" angesprochen. Merkel aber nicht. Darüber können sich beide heute noch kaputtlachen. Schäuble war 2012 ihr Krisenmanager. Ein Jahr zuvor sah das wegen seiner Gesundheit noch ganz anders aus. Rakete mit Goldregen.

Bettina Wulff: Was bedeutet eigentlich der Vorname Bettina? "Mein Gott ist Fülle und Vollkommenheit", liest man im Internet. Ah, ja. Eine Fülle von Vollkommenheit hat sie mit ihrem Buch nicht unter Beweis gestellt, mit dem sie ihrem Mann Christian Wulff nachträglich kräftig vors Schienbein getreten hat. Präsidentengattin ist sie übrigens nur durch ihn geworden. Schon vergessen? Knallfrosch.

Die Piraten: In Umfragen geht's bergab. Alle doof, außer ich. So ist das Führungspersonal miteinander umgesprungen. Schon mal auf einem Parteitag gewesen? Man wird wahnsinnig. Toll, modern, basisdemokratisch. Aber fast nix auf die Reihe gekriegt. Zeitreisen wollen sie erforschen lassen. Kommt nur nicht viel bei rum. Schade. Denn dann könnten die Piraten die Zeit zurückdrehen, als sie noch hipp waren. Schwarm-Knallfrösche.

Philipp Rösler: Das Leben ist kein Ponyhof. Neulich schwadronierte Rösler darüber, was so auf der Verbotsliste der Grünen steht: Heizpilze, intensiver Fleischgenuss, Reklame für Süßigkeiten und Ponywerbung, so der FDP-Chef. Ponywerbung? Tatsächlich ging es den Grünen ums Ponyreiten auf Jahrmärkten. "Wir wollen ja noch nicht einmal die FDP verbieten", stichelten die Ökopaxe. So ist das mit dem Philipp. Er zappelt viel, bewirkt aber wenig. Knallfrosch.

Rainer Brüderle: Der nuschelt immer so. Der wird aber noch was. Wenn man bedenkt, dass der trinkfeste Fraktionschef eigentlich liberales Auslaufmodel gewesen und im Laufe des Jahres zum Nachfolger Röslers avanciert ist, dann weiß man, wie es um die Partei steht. Für Brüderle gilt: Wenn einem so viel Gutes widerfährt - das ist schon eine Rakete wert.

Die Linke: Hallo? Halloooo. . . ! Ist da wer? So melden Sie sich doch! Wie heißt der neue Parteichef? Bernd, wer? Gibt's die Linke denn noch? Ist der Oskar schon Rentner? Mit Sahra auf Kreuzfahrt? Ach ehrlich, und der Gregor macht noch den Pausenclown? Knallfrösche.

Ursula von der Leyen: Uschi, Uschi, was war das für ein Jahr. In aller Demut: Bekämpfung der Altersarmut? Verzockt. Frauenquote? Verzockt. Wahl zur CDU-Stellvertreterin? Abgewatscht. Schröders Kristina lacht sich ins Fäustchen und lässt an Silvester die Raketen fliegen. Für Uschi bleibt nur der Knallfrosch.

Peer Steinbrück: In Bochum wird das Feuerwerk besonders laut. 25 000 Euro werden allein die Stadtwerke in die Luft ballern. Peer kann's gegen Angela. Wenn da nicht die Fettnäpfchen wären. Honorare, billiger Wein, keine Strategie. "In Wirklichkeit haben wir Europa reduziert auf das Treffen mehr oder weniger alter Männer plus einer Frau", hat er mal gesagt. Alt werden die Männer übrigens bleiben, wenn er die Bundestagswahl gewinnen sollte. Dann ist Steinbrück 66. Und wenn nicht, bleibt auch die Frau. Knallrakete.