Nun ist Andreas Büttner mittlerweile nur noch ehrenamtlicher Stadtverordneter in Templin. Ein neues Mitglied unter vielen, könnte man meinen. Doch die Brandenburger Linkspartei fuhr am Freitag dennoch alle medialen Geschütze auf, die sie zu bieten hat. Schließlich enthielt sich an diesem Tag Brandenburg auf Druck der Linken bei der Neuregelung des Asylrechts im Bundesrat - da war es gut, ein anderes Thema zu setzen. Parteichef Christian Görke und sein Vize Sebastian Walter äußerten sich zum Wechsel des Kommunalpolitikers. Büttner selbst erklärte, seine politischen Überzeugungen würden in der Linkspartei am besten vertreten.

Und sogar der Brandenburger Minister für Justiz, Europa und Verbraucherschutz, Helmuth Markov, bedauerte in einer Pressemitteilung das Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag. Aber Moment - da ging es ja gar nicht um den Stadtverordneten aus Templin. Es ging um Vorratsdatenspeicherung. "Eine Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hätte diesen Freibrief zur Verletzung unserer Grundrechte nicht mitgetragen", schreibt Markov.

Wo er recht hat, hat der Minister recht. Und ganz nebenbei zeigt der prominenteste Minister der Linken auch noch einmal eindrücklich, wie einfach es ist, der eigenen Partei medial in den Rücken zu fallen - und das, obwohl der stellvertretende Landesvorsitzende Sebastian Walter derzeit sogar als Interimssprecher der Landtagsfraktion amtiert . . .