Mit Kaffee und Croissants an Bord geht es dann in einer Art Klassenfahrtsstimmung in einen Winkel des Landes, der aus Sicht der Staatskanzlei mal wieder etwas mehr öffentliche Aufmerksam nötig hätte.

Dumm nur, wenn man es anschließend noch eilig hat. Und so geschah es, dass ein Potsdamer Kollege, dessen Redaktion einen sehr frühzeitigen Andruck hat, von Herzberg aus zurück nach Potsdam wollte. "Wo ist denn hier der Weg zum Bahnhof", wollte er von Passanten wissen. Und zuckte zusammen - denn der Zug fuhr in acht Minuten, und der Bahnhof war noch ziemlich weit entfernt. Mit dem Ergebnis, dass er, zum Bahnhof eilend, heftig winkend auf sich aufmerksam machte - und schon der erste vorbeifahrende Handwerker den Kollegen dann gerade noch so pünktlich zum Zug brachte. "Ein echter Lausitzer Alltagsheld", schwärmte der Kollege am nächsten Tag am Rande eines Pressegesprächs.

Wer dagegen beim Tross des Ministerpräsidenten blieb, erlebte auf der Rückreise wieder einmal die Vor- und Nachteile einer jeden Gruppenreise. Denn der gecharterte Bus unternahm von Mühlberg, der offiziell letzten Station der Reise, zunächst einmal eine große Lausitzrundfahrt. Über Lauchhammer und die Dresdner Autobahn ging es dann irgendwann nach Potsdam. Am Ende fehlte eigentlich nur noch der Kaffeeklatsch in Dietmar Woidkes heimatlichem Forst - aber das kann ja dann das Thema der nächsten Sommerreise werden.