Das sind rund acht Millionen am Tag. Angeboten werden derzeit 118 Sorten, vom Earl Grey und Darjeeling bis zum Weißen Tee und dem aus Südafrika stammenden Rotbuschtee.
Teehaus gehört seit 1991 zur Düsseldorfer Teekanne-Gruppe und führt die Teekanne als eingetragenes Warenzeichen. Dieses zählt zu den ältesten geschützten Warenzeichen in Deutschland und wurde bereits 1888 registriert. Die Wiege des heute weltweit tätigen Familienunternehmens Teekanne stand in der Prager Straße in Dresden. 1946 zog die Firma zunächst nach Neuss und später nach Düsseldorf um. Der enteignete Dresdner Stammbetrieb wurde nach Radebeul verlegt und dort mit der 1881 gegründeten Kaffee- und Teerösterei Otto E. Weber vereinigt.
Der VEB Kaffeeweber-Teekanne wurde 1953 in VEB Kaffee und Tee Radebeul umbenannt, seit 1954 ist das Warenzeichen "Teehaus" patentrechtlich geschützt. In dieser Zeit wurde auch der Doppelkammer-Teeaufgussbeutel entwickelt, eine Radebeuler Erfindung. 1990 wurde die Röstkaffeeproduktion eingestellt und ein Jahr später der nun in Teehaus GmbH umbenannte Betrieb an Teekanne verkauft. Innerhalb der Gruppe mit einem Jahresausstoß von weltweit 6,8 Milliarden Teebeuteln ist Radebeul nach Düsseldorf der zweitgrößte Produktionsstandort.
Seitdem wurden in Radebeul 18 Millionen Euro in Gebäudesanierung und einen modernen Maschinenpark investiert, wie Schacht erläutert. Erst am 1. April 2005 eine Produktionslinie für kuvertierte Teebeutel in Betrieb genommen. Das Stammpersonal besteht derzeit aus 115 Mitarbeitern. Das Sortiment gliedert sich in 20 Prozent Schwarztee, zehn Prozent Grüntee sowie 70 Prozent Kräuter- und Früchtetees.
Erfolgreich war laut Schacht der Einstieg in den Gesundheits- und Wellnessbereich. Die notwendigen Zertifikate zur Herstellung von Arzneitees wurden in der Zwischenzeit erlangt. Gerade dieser Bereich habe in den vergangenen Jahren stark zugelegt und gelte als ausbaufähig.