Viele Bäume sind, so Baumschulchefin Simone Radatz, aus eigenem Anbau. Einige Sorten werden zugekauft. Denn nicht alles, was festliche Stuben schmückt, wächst auch in der Lausitz gut. Die Dubrauer Baumschule kauft drei- bis vierjährige Setzlinge, die dann in der Lausitz weiter wachsen.

Die Baumarten unterscheiden sich in vielem: Nadelfestigkeit, breiter oder schmaler Wuchs, dichte Äste oder offene Etagen, grüne, silbrige oder blaue Nadeln, frischer, kräftiger oder fast gar kein Duft. Das Angebot reicht von der eher rustikalen Schwarzkiefer bis zur Nobilistanne, dem „Mercedes unter den Tannenbäumen“.

Die Frage, ob ein Baum frisch ist, können auch Fachleute bei geschlagener Ware nicht leicht erkennen. Bis kurz vor Heiligabend zu warten, ist jedoch nach Auskunft von Simone Radatz keine Garantie für einen frischen Baum, da auf großen Plantagen meist zu festen Terminen „geerntet“ wird. Die Alternative ist, den Baum selbst schlagen. Neben Baumschulen bieten Forstbetriebe dafür Termine an.

Wer nicht zur Axt und Säge greifen will, der sollte nicht zu lange mit dem Kauf warten, rät Simone Radatz: „Im Wassereimer zu Hause stehen die Bäume besser als auf den Verkaufsplätzen im trockenen kalten Wind.“

Der persönliche Geschmack und die Art des Schmückens spielen bei der Baumauswahl neben dem Geldbeutel eine wichtige Rolle. Die Nordmanntanne habe zwar nach der Wende eine große Fangemeinde erobert, aber auch andere Arten hätten ihre Liebhaber, so Simone Radatz. Die Rotfichte, der klassische Weihnachtsbaum alter Tradition, habe trotz seiner Neigung, schnell die Nadeln abzuwerfen, immer noch einen festen Anhängerkreis.

Bei den Edeltannen sind für die Fachfrau zwei Arten im Kommen: Die leicht nach Orangen duftende Coloradotanne und die Korktanne. „Die haben Zukunft“, vermutet Simone Radatz.