In der Lausitz hatten wir vor allem schöne Pfifferlinge und Butterpilze", sagt der ehrenamtliche Pilzberater Ulrich Wermter aus Lauta.
Doch nicht jeder Pilzsammler kennt sich unter den Gewächsen gut aus. In Sachsen sind seit Jahresanfang etwa 70 Pilzvergiftungen und Verdachtsfälle registriert worden, wie der Sender Radio Dresden unter Berufung auf das Gemeinsame Giftnotrufzentrum Erfurt (GGIZ) berichtete.
Der Pilzberater analysiert seit nunmehr 30 Jahren den Korbinhalt von Sammlern. Doch leider frage nicht jeder um Rat. "Zurzeit bringen viele Leute giftige Champignons", sagt er. Erst im Juli hatten Urlauber am benachbarten Knappensee giftige Pantherpilze gegessen, konnten aber gerettet werden. "Grundsätzlich sollte man nur die Pilze sammeln, die man auch kennt", rät der Experte.
Ursachen für Pilzvergiftungen seien sträflicher Leichtsinn und Unkenntnis, gepaart mit Ignoranz gegenüber den gesundheitlichen Folgen, sagte der Leiter des Erfurter Giftnotrufzentrums Helmut Hentschel. Die Fallzahl schwanke allerdings je nach Wetter. So gab es im gleichen Zeitraum des Vorjahres etwa 40 Vergiftungs- und Verdachtsfälle im Freistaat.
Die Gegend um Hoyerswerda sei bei Pilzsammlern sehr beliebt. "Leider sammeln die Leute die Wälder regelrecht leer", ärgert sich Wermter. Man müsse deshalb schon etwas Geduld mitbringen und könne dann schöne Maronen oder Birkenpilze finden. In der Region Dresden, im Tharandter Wald und der Dresdner Heide sprießen derzeit Steinpilz und Maronenröhrling.