Landesdelegiertenversammlung am Samstag in Luckenwalde (Teltow-Fläming) beschlossen die rund 100 Vertreter ein Papier mit dem Titel „Zukunftsorientierung 2011-2015“. Darin ist auch die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe als Schwerpunkt ausgewiesen.

Der Wohlfahrts- und Sozialverband wolle sich auch künftig auf seine drei Säulen stützen, ein Mitgliederverband, ein sozialer Dienstleister und ein Vertreter sozialer Interessen zu sein, sagte Landesvorsitzende Irene Wolff-Molorciuc. Die Lehrerin, die auch für die Linkspartei im Landtag sitzt, wurde auf der Versammlung erneut zur Landesvorsitzenden gewählt.

Mit knapp 50 000 Mitgliedern habe die märkische Volkssolidarität zwar mehr als doppelt so viele Mitglieder wie alle demokratischen Parteien im Land zusammen, doch sei die Zahl rückläufig, hieß es in einer Mitteilung. Mit der Aktion „Jedes Mitglied wirbt ein Mitglied“ solle diesem Trend, der vor allem durch Überalterung bedingt sei, entgegengewirkt werden. Zu den Vorhaben gehören weiter, die rund 70 Freizeit- und Begegnungsstätten bedarfsgerecht zu entwickeln, geeignete Einrichtungen zu Mehrgenerationenhäusern umzugestalten und die 38 Pflegedienste zu qualifizieren. Die 16 Kitas sollen bis 2015 zu Eltern-Kind-Zentrum profilieren.

Der größte Wohlfahrts- und Sozialverband im Osten feierte in diesem Herbst sein 75-jähriges Bestehen. Er betreibt Sozialstationen, Pflegedienste und -heime und Kitas. Senioren wird ein umfangreiches Freizeitangebot offeriert.