Die Volksinitiative Lausitzer Hochschulen ist gestern im Wissenschaftsausschuss des Potsdamer Landtags mit der Mehrheit der rot-roten Landesregierung abgelehnt worden. Die Vertreter der CDU sowie der fraktionslose Abgeordnete Gerd-Rüdiger Hoffmann stimmten gegen die Ablehnung, die Vertreter von Grünen und FDP sowie der Abgeordnete Dieter Große (Linke) enthielten sich.

Zuvor hatten Vertreter der Volksinitiative die Landesregierung erneut dazu aufgerufen, auf die umstrittene Fusion der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und der Hochschule Lausitz zu verzichten. Einem im Kabinett verabschiedeten Gesetzesentwurf zufolge soll zum 1. Juli 2013 eine neue Universität aus beiden Hochschulen gegründet werden. Die Volksinitiative dagegen war in den vergangenen Monaten von 33 000 Menschen unterstützt worden.

Der wissenschaftspolitische Sprecher der Linken, Peer Jürgens, erklärte dagegen, die neu zu gründende Universität sichere die Zukunftsfähigkeit des Wissenschaftsstandortes Lausitz. Auf vorbehaltlose Zustimmung stieß die Volksinitiative dagegen bei der CDU. "Die Wissenschaftslandschaft Lausitz wird zum rot-roten Experimentierfeld mit ungewissem Ausgang zulasten der Region", warnte der Cottbuser Landtagsabgeordnete Michael Schierack.

Unterdessen sprach sich der wissenschaftliche Beirat der BTU für eine Zusammenarbeit der BTU, der Fachhochschule Zittau-Görlitz und der Hochschule Lausitz im Rahmen eines Holding-Modells aus, bei der es jedoch nicht zur Neugründung einer Hochschule kommen sollte.

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