Während es in Brand immer noch einen Zughalt im Stundentakt gebe, hätte in Raddusch sonst keinerlei Zug mehr gehalten.

Auf die Fragen der Abgeordneten Christian Görke (Linkspartei), Raimund Tomczak (FDP) und Björn Lakenmacher (CDU) betonte Vogelsänger, dass völlig klar sei, dass die Odeg ihre vertragliche Verpflichtung nicht erfüllt habe. "Die Odeg hat zwar rechtzeitig ihre Fahrzeuge bestellt, bleibt als Vertragspartner aber in der Pflicht." Nun sei es Aufgabe der Bahngesellschaft, einen "funktionsfähigen" Ersatzverkehr einzurichten. Dazu werde neben den Zügen aus Österreich und dem Leihmaterial der Deutschen Bahn AG demnächst auch ein Doppelstockzug der Firma Metronom aus Niedersachsen in Brandenburg verkehren. Er habe seinen Amtskollegen erfolgreich um Hilfe gebeten.

Trotz entsprechender Fragen der Abgeordneten äußerte sich Vogelsänger nicht dazu, ob gegen die Odeg Konventionalstrafen verhängt werden. "Es wird das bezahlt, was gefahren wird", so Vogelsänger lapidar. Auch wann die von der Odeg bestellten Kiss-Züge einsatzklar sind, konnte Vogelsänger im Landtag nicht sagen.

Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH hatte vor mehr als drei Jahren neue Züge bei einem Hersteller in Berlin geordert. Ein Großteil der bestellten Züge erhielt unter anderem wegen Problemen mit den Bremsen jedoch keine Zulassung des Eisenbahnbundesamtes.