Bei einer Telefonkonferenz von Tierseuchen-Experten von Bund und Ländern sei vereinbart worden, zunächst eine Risikobewertung durch das Friedrich-Loeffler-Institut abzuwarten, sagte die Sprecherin des Potsdamer Verbraucherschutzministeriums, Maria Strauß, am Montag. „Wenn diese am Dienstag vorliegt, können die Bundesländer jeweils über geeignete Maßnahmen entscheiden.“ Der Erreger H5N8 war am Wochenende auf der Insel Ummanz bei Rügen bei einem Wildvogel nachgewiesen worden, der zu Untersuchungszwecken abgeschossen worden war.

Seit Anfang November gilt bereits im gesamten Landkreis Uckermark eine Stallpflicht für Geflügel, nachdem in Mecklenburg-Vorpommern in einem Betrieb in Heinrichswalde die Vogelgrippe ausgebrochen war. Betroffen seien rund 5000 Tierhalter mit rund einer Million Tieren, sagte eine Sprecherin des Kreises. Wegen der Nähe zu Heinrichswalde dürfen 18 Kleintierhalter in der Gemeinde Uckerland zusätzlich keine Tiere und Eier verkaufen oder neue Tiere in die Ställe bringen.