Die Ernährungsberater der Verbraucherzentrale Sachsen hätten in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen besorgter Verbraucher bekommen, sagte eine Sprecherin am Montag. Die meisten Menschen hätten gefragt, ob beim Verzehr von Geflügelfleisch eine Infektionsgefahr mit Vogelgrippe besteht. Eine Übertragung der Viren durch kontaminierte Lebensmittel sei jedoch nicht bekannt, sagte die Sprecherin.

Da das Virus sehr empfindlich auf hohe Temperaturen reagiere, würden durcherhitzte Lebensmittel als unbedenklich angesehen. Für Geflügelfleisch gilt nach Angaben der Verbraucherschützer ohnehin der Grundsatz, dass es aus hygienischen Gründen nur durchgegart verzehrt werden soll. Nach wie vor werde der direkte Kontakt zwischen erkranktem Geflügel und Mensch als Hauptinfektionsweg für Vogelgrippe angesehen. In Deutschland sei bislang kein einziger Erkrankungsfall bei Menschen durch Vogelgrippeviren aufgetreten.

Im ostsächsischen Markersdorf war Ende vergangener Woche die gefährliche und hoch ansteckende Variante des Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden. Nach der Entdeckung des Vogelgrippefalls waren 1400 Tiere des Geflügelbestandes in Markersdorf getötet worden.