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| 02:39 Uhr

Vogelgrippe breitet sich weiter aus

Tribsees/Neuhardenberg/Torgau. Vogelgrippe-Verdacht bestätigt: In zwei Geflügelbeständen von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg müssen insgesamt 67 000 Tiere getötet werden. dpa/kr

In zwei Bundesländern werden weitere Zehntausende Tiere wegen der Vogelgrippe aus Vorsorgegründen getötet. In einem Mastbetrieb mit rund 40 000 Puten bei Tribsees (Mecklenburg-Vorpommern) bestätigte sich der Verdacht auf Geflügelpest mit dem hochansteckenden Virus H5N8. Nun würden alle Tiere getötet, teilte der Landkreis Vorpommern-Rügen am Freitag mit. Das Ganze werde voraussichtlich zwei Tage dauern. Wie das Virus in den Bestand gelangt ist, sei unbekannt. Zuvor waren in Mecklenburg-Vorpommern mehrere kleine Geflügelhaltungen sowie zahlreiche Wildvögel betroffen.

Auch in Brandenburg tritt der Geflügelpesterreger H5N8 immer häufiger auf. In einem Enten-Mastbetrieb im Osten des Landes wurde das Virus am Freitag nachgewiesen, wie das Verbraucherschutzministerium in Potsdam mitteilte. Alle 27 000 Tiere müssten nun getötet werden, sagte ein Sprecher. Wann damit begonnen wird, war zunächst unklar. Der Betrieb mit mehreren Ställen in Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) wurde gesperrt. Auch im Landkreis Nordsachsen ist ein Fall der Geflügelpest festgestellt worden - bei einer toten Reiher ente, die an der Schladitzer Bucht gefunden wurde, wie das Landratsamt Nordsachsen am Freitag mitteilte. Das Ergebnis über die Untersuchung ergab, dass es sich um das Geflügelpestvirus H5 handelt. Das Landratsamt hat daraufhin einen Sperrbezirk von drei Kilometern um die Gemeinde Rackwitz und die Große Kreisstadt Schkeuditz eingerichtet. Dadurch werden Schutzmaßnahmen und das Aufstellen von Hinweisschildern veranlasst. Zudem gibt es um den Fundort der Reiherente ein Beobachtungsgebiet von zehn Kilometern.