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| 02:34 Uhr

Vogelgrippe an Talsperre Spremberg

Spree-Neiße. Die Talsperre Spremberg wird nach einem nachgewiesenen Vogelgrippe-Fall zum Beobachtungsgebiet. Darüber informierte der Landkreis Spree-Neiße am Donnerstag. Jürgen Scholz mit dpa

Bei einem ebenfalls am Stausee gefundenen Reiher wurde der Subtyp noch nicht bestimmt. Die Talsperre Spremberg ist damit der dritte Standort in der Region Cottbus/Spree-Neiße, wo der aggressive Virusstamm nachgewiesen wurde. Untersuchungsergebnisse für sieben weitere Funde liegen noch nicht vor.

In einer Pekingentenzucht bei Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) mussten am Donnerstag 2850 Tiere getötet werden, weil dort ebenfalls der aggressive Virusstamm nachgewiesen wurde. Der Betrieb liegt unweit einer Entenmast, in der zu Wochenbeginn 27 000 Enten getötet wurden. Ein direkter Kontakt zwischen beiden Zuchtanlagen soll nicht bestanden haben.

Unterdessen werden auch aus anderen Landesteilen weitere Geflügelpestfälle gemeldet. Somit mussten wegen H5N8-Nachweisen nun in insgesamt vier Geflügelzuchtbetrieben in Neuhardenberg, Alt Zauche (Dahme-Spreewald) und Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) knapp 90 000 Tiere getötet werden. Dazu kommen Wildtierfunde in Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Oder-Spree.

Die Kommunen wie der Landkreis Dahme-Spreewald reagierten mit scharfen Kontrollen, ob Geflügelhalter die Stallpflicht einhalten. Im Sperrkreis um die befallene Putenmast in Alt Zauche wurden 140 Züchter und Betriebe kontrolliert. Nur in zwei Fällen weigerten sich Halter, sich an die Stallpflicht zu halten. "Hier droht nun ein Bußgeld", teilte Amtstierärztin Jana Guth mit.

Auch der erste Vogelgrippe-Verdacht in einem sächsischen Nutztierbetrieb hat sich bestätigt -und zwar im Raum Rackwitz. Der Nordsachsen-Kreis grenzt an den brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis.