Zum Auftakt der Festwoche stand am gestrigen Mittwochabend eine Podiumsdiskussion mit vier Autoren über die Rolle von Geist und Kultur im europäischen Einigungsprozess auf dem Programm.

Zu den Höhepunkten der Gedenkwoche zählt ein politischer Festakt am morgigen Freitag, zu dem der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, erwartet wird. Zum Festakt wird eine Auftragskomposition "Eine europäische Friedensmusik" uraufgeführt, und im Anschluss wird das sanierte Völkerschlachtdenkmal der Öffentlichkeit übergeben. Das monumentale und auch umstrittene Denkmal wird am 18. Oktober 100 Jahre alt. Am Sonntag soll es dann eine historische Nachstellung der Völkerschlacht geben. Zu dem Spektakel mit Pulverdampf und Kanonenknall werden 6000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet und bis zu 30 000 Besucher.

Während der Völkerschlacht standen sich vom 16. bis 19. Oktober 1813 vor den Toren Leipzigs die Truppen Napoleons und der Alliierten von Schweden, Russland, Preußen und Österreich gegenüber. Napoleon wurde geschlagen, 90 000 Menschen starben auf den Schlachtfeldern.

Zweisprachiger Wettbewerb

Zudem haben der Ernst Klett Verlag und das Institut français Leipzig zu einem zweisprachigen Schülerwettbewerb zum Thema Völkerschlacht aufgerufen. Schüler der 7. bis 12. Klassen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sollen Ideen einreichen, in denen sie sich multimedial mit dem historischen Ereignis auseinandersetzen, wie die Veranstalter mitteilten. Die in Deutsch und Französisch verfassten Beiträge müssen bis zum 9. Dezember beim Verlag eingereicht werden. Die Preisverleihung ist für den 22. Januar 2014 vorgesehen.

Die Deutsche Post erinnert außerdem mit einer Sonderbriefmarke an den 100. Jahrestag der Einweihung des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig. Die Marke im Wert von 45 Cent wurde im Alten Rathaus der Messestadt jetzt offiziell vorgestellt. Sie zeigt eine historische Außenansicht des riesigen Denkmals vor hellblauem Himmel.