Für Christine Berger aus Petzow im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist die märkische „Streusandbüchse“ allerdings zu einer wahren Goldgrube geworden. Seit 1993 baut sie Sanddorn an und hat damit ein Produkt geschaffen, für das es vor ein paar Jahren gar keinen Markt zu geben schien. "Der Sanddorn war kein klassisches Ostprodukt und im Westen hatte er wegen seiner schlechten Qualität ein eher negatives Image", sagt Berger. Doch die Frau eines Wissenschaftlers, der für die Berliner Humboldt-Universität schon in den 80er-Jahren zum Sanddorn geforscht hat, ließ sich nicht beirren. "Man muss Erfindungsgeist haben und vor allem an das Produkt glauben", sagt Berger.
Das tat Berger offensichtlich und im Ergebnis gibt es mittlerweile ein Produkt vollkommen "Made in Brandenburg". Das Ölweidengewächs Sanddorn mit seinem hohen Gehalt an Vitamin C, Beta Carotin und mehrfach ungesättigten Fettsäuren findet sich als Marmelade, Wein und Saft in Hofläden und Supermärkten in der ganzen Bundesrepublik und findet reißenden Absatz. Längst reichen die heimischen Anbauflächen daher nicht mehr aus. "Wir müssen ständig Beeren zukaufen", sagt Berger. Im vergangenen Jahr musste sie die eigenen Plantagen um 50 auf 120 Hektar erweitern.