"Wir sehen ein Problem damit, dass die Zuflüsse des Spreewalds, die vor den Grubenwasserreinigungsanlagen liegen, so ein bisschen zur Opferstrecke werden", so Jakubik. "Richtig problematisch ist für uns noch der Südraum, von Sachsen bis Spremberg, da muss noch eine Menge passieren."

Der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes Brandenburg (NABU), Friedhelm Schmidt-Jersch, forderte die Landespolitik auf, sich von der Vorstellung eines Sofortprogramms gegen den Eisenocker zu verabschieden. Man müsse mit langfristigem Finanzbedarf rechnen. Die LMBV werde als Bergbausanierer noch lange gebraucht, ebenso müssten die entsprechenden Behörden des Landes personell besser ausgerüstet werden. "Wir brauchen einen Masterplan", sagte Schmidt-Jersch. Nach der Stilllegung der derzeit fünf aktiven Tagebaue in Brandenburg und Sachsen würden durch den Anstieg des Grundwassers ähnliche Probleme auftreten. Dafür müssten nun die nötigen Rückstellungen gebildet werden.

Nach Angaben von Freytag sei "auch dank des langjährigen Meckerns des Aktionsbündnisses" die Situation etwa im Schlabendorfer See deutlich besser geworden. Am Ausfluss der Talsperre Spremberg habe man die Gesamtmenge des im Spreewasser gelösten Eisens von sieben Milligramm pro Liter auf weniger als ein Milligramm pro Liter gesenkt.