Das Verfahren habe Einblicke in die Abgründe der menschlichen Psyche gegeben. Der 21-Jährige hatte gestanden, das Mädchen zwischen April 2007 und August 2008 missbraucht zu haben. Er habe mit dem Kind Sexualpraktiken ausprobiert, die seine 34 Jahre alte Partnerin nicht gewollt habe (die RUNDSCHAU berichtete). Die Staatsanwaltschaft hatte fünf Jahre Jugendhaft gefordert. Der Richter sagte, die Einsicht und Reue des Angeklagten werde von dessen Selbstmitleid überlagert. Er sei jedoch ehrlich bemüht, sich zu ändern. "Ich möchte mein Leben wieder in den Griff kriegen", sagte der 21-Jährige in seinem Schlusswort. "Was der Angeklagte hier eingeräumt hat, ist eines der widerlichsten Verfahren, mit dem ich mich befassen musste", sagte Staatsanwältin Dagmar Riedel. Eine schlimmere Straftat gebe es kaum. Sie forderte den Angeklagten auf, sich nicht mehr zu bedauern: "Sie sind ein völlig normal entwickelter junger Mann." Die von der Staatsanwältin beantragte Strafe sei jedoch "überhöht", sagte Rechtsanwalt Theo Klapp. Das Urteil ist rechtskräftig. dpa/mb