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Vier Fünftel aller NPD-Mandate in Ostdeutschland – Hochburg Sachsen

Berlin. Die Hochburgen der NPD liegen in Ostdeutschland und dort insbesondere in Sachsen. Nirgendwo ist die rechtsextreme Partei stärker verankert. dpa/sm

Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz verfügt die NPD in Sachsen über 80 Mandate in Gemeinderäten, Stadträten, Kreistagen und anderen kommunalen Vertretungen. Das ist knapp ein Viertel aller kommunalen NPD-Mandate in der Bundesrepublik. In ganz Deutschland zählte das Bundesamt zuletzt 338 kommunale NPD-Mandate (Stand November 2016) - fast vier Fünftel davon in Ostdeutschland (264).

In Westdeutschland liegt Hessen mit 23 vorn. In Thüringen waren es zuletzt 58 Mandate, in Sachsen-Anhalt 30, in Mecklenburg-Vorpommern 49, in Brandenburg 49. Hier sei die NPD mit jeweils einem oder zwei Abgeordneten in zwölf der 14 Landkreise vertreten, sagte die Sprecherin des Landeswahlleiters, Bettina Cain. Zudem gebe es einen NPD-Vertreter im Stadtparlament von Cottbus sowie 29 weitere in kleineren Städten und Gemeinden.

Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes hatte die NPD 2015 bundesweit noch etwa 5200 Mitglieder. Und auch hier lag Sachsen mit rund 600 Mitgliedern vorn. Im Laufe des Jahres 2016 habe es aber bundesweit einen Abwärtstrend gegeben, heißt es.