Bei der Attacke im Rahmen eines sechsstündigen Gefechts erlitt die Bundeswehr die schwersten Verluste seit Sommer 2003. Neben den vier Toten wurden fünf weitere Soldaten verwundet, zwei davon schwer. Seit Beginn des Einsatzes 2002 kamen damit 43 deutsche Soldaten ums Leben. Das Einsatzführungskommando in Potsdam teilte mit, die Soldaten seien auf Patrouille von dem Angriff überrascht worden. Zunächst ging die Bundeswehr von Beschuss mit einer Rakete aus, später kamen Zweifel daran auf. Die afghanische Polizei sprach von einem Sprengsatz. Die Soldaten starben in der Provinz Baghlan, die an die Unruheprovinz Kundus angrenzt. Sie kamen aus verschiedenen Bundeswehr-Standorten in Deutschland. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) stoppte seinen Rückflug und kehrte nach Masar-i-Scharif zurück, "um bei unseren Soldaten zu sein". Die politische Debatte über den Sinn des Einsatzes wurde gestern überlagert von der Trauer über die vier Toten. dpa/ab Seiten 2 & 4