Bei mehreren Attacken in Paris sind nach ersten Angaben etwa 60 Menschen getötet worden. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am gestrigen Freitagabend unter Berufung auf die Polizeipräfektur. Ein Polizeisprecher bestätigte Schüsse im 10. Arrondissement. Er sprach zudem von Zwischenfällen im Bereich des Stadions Stade de France, wo die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich spielte. Dort waren in der ersten Halbzeit mehrere Explosionsgeräusche zu hören. Zunächst wusste aber niemand, worum es sich dabei handelte. Etwa eine halbe Stunde vor Ende der Partie in Saint-Denis machten erste Gerüchte die Runde über Bombenexplosionen. In der Nacht bestätigten die Behörden, dass es sich dabei um ein Selbstmordattentat handelte. Hubschrauber kreisten über dem Stadion. Hinaus kam zunächst keiner mehr, mit einem Sicherheitsband war das Stadion abgeriegelt.

Gleichfalls in der Nacht wurde bekannt, dass in Paris in einem Konzertsaal Unbekannte Geiseln genommen haben sollen. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Polizeipräfektur. Laut Berichten soll es sich um etwa 100 Geiseln handeln. Laut Augenzeugen hätten mehrere nicht maskierte Männer mit Kalaschnikows um sich geschossen. Es habe zahlreiche Tote gegeben. In der Nacht gab es Berichte über eine Stürmung des Gebäudes durch die französische Polizei.

Präsident Francois Hollande rief in der Nacht den Ausnahmezustand für ganz Frankreich aus und sprach von terroristischen Anschlägen. Die Grenzen seien geschlossen und das Militär im Einsatz. dpa/bl Themen

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