Aus dem Nichts haben die Veranstalter ein neues, dreitägiges Musikfestival mitten im Lausitzer Seenland, rund 15 Kilometer nördlich von Hoyerswerda (Landkreis Bautzen), geschaffen. Ein Jahr Planung liegt hinter der Lausitzhalle Hoyerswerda GmbH und den von ihr beauftragten Firmen, in dem die Großveranstaltung von Bühne bis Verkehr vorbereitet werden musste.

Viel hätte schiefgehen können, wenn Tausende Besucher an den Partwitzer See pilgern, drei Tage dort feiern, zelten, tanzen. Ein Blick zurück zeigt: Vieles hat funktioniert, die Atmosphäre unter den Zuschauern war ausgezeichnet. Ein Ziel hat der Veranstalter erreicht - Werbung für die Region und für die Stadt Hoyerswerda zu machen. "Dieses Wochenende war der Hammer", sagt Hoyerswerdas Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU). "Was wollen wir für die Zukunft von Hoyerswerda und die Region mehr!"

Bühne, Sicht und Akustik

Bühne und Technik waren ebenso hochkarätig wie die Namen auf dem Festivalprogramm. Am Festivalfreitag bot der französische DJ David Guetta eine beeindruckende Lichtshow, am Samstag war die Akustik bei den weniger bekannten Bands aus der Region ebenso gut wie bei den Fantastischen Vier, und am gut besuchten Sonntag hatten die Zuschauer - auch dank großer Monitore - in den letzten Reihen einen ähnlich guten Blick auf die 32 Meter breite und zwölf Meter hohe Tourbühne der Toten Hosen wie diejenigen, die weiter vorn standen.

Sommergefühle und hohe Preise

Vor allem am Freitag und am Samstag hatten die Zuschauer ausreichend Platz auf dem Gelände, um Picknickdecken auszubreiten. Sonnenschein und Temperaturen von rund 25 Grad brachten beste Sommerstimmung an den Partwitzer See, auch wenn das Baden dort verboten blieb. Mobile WCs waren ausreichend vorhanden, lange anstehen musste niemand.

Während die Ticketpreise mit 40 bis 60 Euro pro Tag (Drei Tage: knapp 100 Euro) moderat waren, bremsten die hohen Preise für Essen und Trinken die Euphorie unter den Gästen ein wenig. 3,50 Euro für Bier oder Cola plus einen Euro Becherpfand. Pizza, Döner oder Pommes frites kosteten mindestens vier Euro.

Verkehr und Sicherheit

Zuschauer aus Berlin, Dresden und der Region auf ein ehemaliges Feld am Partwitzer See zu führen, bedarf zunächst einer umfangreichen Beschilderung. Dafür hatten die Organisatoren gesorgt. An sämtlichen Zufahrtsstraßen hingen Schilder, die die Besucher lotsten. Zwei Eventmanagementfirmen aus Konstanz waren für das Verkehrs- und Sicherheitskonzept zuständig. So war auch die Abfahrt selbst am gut besuchten Sonntagabend nahezu problemlos möglich. Kein langes Warten im Auto, obwohl selbst Sven Tietze, Festival-Cheforganisator, damit gerechnet hatte: "Ganz ohne Staus wird es nicht ablaufen", so Tietze kurz vor Festivalstart.

Auf dem Gelände und entlang der Zufahrtsstraßen waren Polizisten aus Sachsen und Brandenburg postiert. Bis auf kleinere Zwischenfälle gab es für die Beamten nichts zu vermelden. "Alles ruhig", fasste Einsatzleiter Holger Löwe nach dem Festival zusammen.