An Sonn- oder Feiertagen waren 23,8 Prozent der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich tätig, teilte das Statistische Landesamt mit.
Jeder sechste Erwerbstätige (15,8 Prozent) arbeitete in der Nacht. Die Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, der als amtliche Haushaltsbefragung bundesweit einmal im Jahr Angaben zu verschiedenen Themenkomplexen bei einem Prozent aller Haushalte erhebt.
Gegenüber 1991 hat sich nach den Angaben insbesondere die Samstagsarbeit enorm entwickelt. So arbeiteten von den 2 283000 sächsischen Erwerbstätigen im April 1991 ständig, regelmäßig oder gelegentlich 29 Prozent an Samstagen, 19 Prozent an Sonn- oder Feiertagen und 14 Prozent nachts.

Durch das Berufsbild geprägt
Diese Arbeitszeiten werden oftmals durch das Berufsbild geprägt. Mit der Entwicklung des Dienstleistungsbereiches wurde auch eine Flexibilisierung der Arbeitszeit notwendig.
Besonders Gesundheitsdienst-, Verkehrs-, Ernährungs- sowie Ordnungs- und Sicherheitsberufe hatten sowohl an Samstagen, Sonn- und Feiertagen als auch nachts Dienst zu erfüllen. So ist der Samstag für viele Berufsgruppen ganz selbstverständlich ein Arbeitstag.
Zum Zeitpunkt der Erhebung waren besonders Warenkaufleute (77,5 Prozent) an diesem Tag tätig. Auch für 69,0 Prozent der Erwerbstätigen mit Ernährungsberufen, 65,7 Prozent mit Verkehrsberufen, 61,9 Prozent mit Gesundheitsdienstberufen, 59,9 Prozent mit Ordnungs- und Sicherheitsberufen sowie 59,2 Prozent mit künstlerischen Berufen war der Samstag ein normaler Arbeitstag.

Auch Nachtarbeit Alltag
Rund jeder zweite Erwerbstätige mit Gesundheitsdienstberufen (55,1 Prozent), Ordnungs- und Sicherheitsberufen (55,0 Prozent) sowie mit Ernährungsberufen (46,6 Prozent), aber auch für 43,9 Prozent der Erwerbstätigen mit künstlerischen Berufen arbeitete zudem an Sonn-und Feiertagen.
Nachtarbeit gehört für 46,4 Prozent der Maschinisten und 41,7 Prozent der Erwerbstätigen mit Berufen in der Metallerzeugung/-bearbeitung zum Berufsalltag. Ebenfalls hatte jeder dritte Erwerbstätige mit Gesundheitsdienstberufen (37,7 Prozent), mit Ordnungs- und Sicherheitsberufen (36,8 Prozent) sowie mit Verkehrsberufen (35,7 Prozent) ständig, regelmäßig oder gelegentlich nachts Dienst. (dpa/wie)