Er wollte den Posten nach zwölf Jahren an einen Jüngeren übergeben, erklärte er.
Der neue Präsident kündigte an, den Vorschlägen der EU-Kommission für eine Agrarreform entgegentreten zu wollen. So dürfe die geplante Verschlechterungen für Roggenanbauer allenfalls in Etappen und mit Abfederungen für die Landwirte erfolgen. Es sei nicht zu akzeptieren, dass EU-Kommissar Franz Fischler versuche, aus der Zwischenbewertung der Agenda 2000 eine neue Reform zu machen. Für Landwirte seien bereits Planungszeiträume von sechs Jahren eine äußerst kurze Zeit. Deshalb sei er gegen Änderungen vor Ende 2006, bekräftigte Folgart.
Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sprach sich dafür aus, ökologisch und konventionell arbeitende Betriebe gleichwertig zu fördern. Flächenvorgaben für den ökologischen Landbau, die sich nicht am Kaufverhalten der Verbraucher orientieren, seien zweifelhaft.
"In dem Maße, wie ökologisch erzeugte Produkte nachgefragt werden, wird sich der Flächenumfang des ökologischen Landbaus erhöhen", sagte er. In Brandenburg liege die Fläche mit rund acht Prozent bereits deutlich über den Bundesdurchschnitt.
Agrarminister Wolfgang Birthler (SPD) verwies darauf, dass die Sparzwänge im Landeshaushalt auch nicht vor der Landwirtschaft Halt machten. Die Kofinanzierung aller verfügbaren EU- und Bundesmittel soll gewährleistet bleiben. Doch ausschließlich vom Land finanzierte Maßnahmen müssten drastisch reduziert oder völlig eingestellt werden. Viele offene Fragen gebe es noch zu den EU-Vorschlägen für eine Agrarreform. Birthler kündigte an, dass sich die Landesregierung für Übergangsfristen und Kompensationen im Roggenbereich einsetzen werde.
Der bisherige Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Wolfram Seidel, trat in den Ruhestand. Seine Aufgaben übernimmt der bisherige Referent für Vieh und Fleisch, Wolfgang Scherfke. Der neue Vorstand erklärte, auch auf den konkurrierenden Bauernbund zugehen und den Organisationsgrad des Landesbauernverbandes erhöhen zu wollen.
In der Politik sei nur dann etwas zu erreichen, wenn die Landwirte zusammen hielten. In der Mark sind nach Verbandsangaben 36000 Menschen im Agrarsektor beschäftigt. Das sind drei Prozent der Gesamtbevölkerung. (dpa/wie)