Während sich in Dresden die Zahl der Feuerwehreinsätze im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelte, bilanzierte die sächsische Polizei für den gesamten Freistaat aus ihrer Sicht einen weitgehend friedlichen und unfallarmen Jahreswechsel. Ein Sprecher des Lagezentrums im Dresdner Innenministerium sprach am Neujahrsmorgen lediglich von kleineren Zwischenfällen.
Die nach den Ereignissen der vergangenen Jahre befürchteten Ausschreitungen am Connewitzer Kreuz in Leipzig blieben laut Polizei weitgehend aus. 250 Beamte waren im Einsatz, sieben Randalierer wurden in Gewahrsam genommen.
In den letzten Stunden des alten Jahres verlor ein zwölfjähriger Junge beim Spielen auf einem Gutshof im vogtländischen Neumark sein Leben. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Junge am Silvestertag gemeinsam mit einem Zehnjährigen die Holzabdeckung einer Güllegrube betreten. Unter der Last von Schnee und des Gewichts der Kinder brach das Holz ein, beide Jungen stürzten in die gefüllte Grube. Während der Zehnjährige durch die Feuerwehr gerettet wurde, kam für den Älteren jede Hilfe zu spät.
Ein Sprecher der Polizei in Dresden sprach von einem „ganz normalen Einsatzgeschehen“ in einer Silvesternacht. Bei den 212 Einsätzen sei es vor allem um Brände durch Feuerwerkskörper, leichte Körperverletzungen und Sachbeschädigungen gegangen. In der Dresdner Neustadt habe eine Gruppe vermummter Jugendlicher einen Streifenwagen mit Feuerwerkskörpern und Steinen angegriffen. Verletzt wurde niemand. Ein Tatverdächtiger sei gestellt worden. (ddp/ta)