Statt dessen verweist das Ministerium lapidar auf das Urteil in der nächst höheren Instanz, das Potsdam hoffentlich genehm sein wird. Dabei geht es um 6800 beunruhigte Lehrer, die sich fragen, was passiert, wenn sich die Leipziger Richter dem OVG-Urteil anschließen und sie ihren Beamtenstatus verlieren. Sie wären dann angestellte Lehrer, die laut tariflicher Regelung in Brandenburg bis 2008 vollbeschäftigt sind, danach aber drei Jahre lang auf Stunden verzichten sollen.
Genau dagegen aber wehren sich ja die Klage führenden Lehrer. Neuer Streit wäre programmiert. Außerdem geht es um viel Geld. Dem Land drohen nicht nur 200 Millionen Euro Nachzahlung. Es wäre künftig mit dem Arbeitgeberanteil an Renten- und Sozialkassen für tausende angestellter Lehrer belastet. Potsdam könnte die Lehrer aber auch erneut verbeamten - nur diesmal gesetzeskonform als Vollzeitkräfte. Für Zündstoff ist auch in den Haushaltsberatungen gesorgt. Mindestens 200 Millionen Euro müssen eingeplant und irgendwoher genommen werden. In dieser Situation von „keinen unmittelbaren Konsequenzen“ zu reden, ist entweder naiv oder fahrlässig.