März soll eine CDU-Delegiertenversammlung über den Entwurf entscheiden - Änderungen nicht ausgeschlossen. Auf Platz vier folgt dem Vorschlag zufolge Landtagspräsident Erich Iltgen, danach Generalsekretär Hermann Winkler (5), Leipzigs CDU-Chefin Christine Clauß (6), Kultusminister Karl Mannsfeld (7), die Chefin der Frauen-Union Gesine Matthes (8), JU-Chef Christian Piewarz (9), die Abgeordnete Rita Henke (10) und schließlich als zweiter Minister der Finanzer Horst Metz auf Platz 11. Die Sachsen sind am 19. September an die Urnen gerufen, um einen neuen Landtag zu wählen.
Sollte die CDU wieder ein Ergebnis von fast 57 Prozent wie 1999 einfahren, dürften ihr erneut 76 Sitze im Parlament zustehen. Da aber viele Kandidaten zudem über ein Direktmandat verfügen, das als relativ gesichert gilt, sind nur die ersten 41 Plätze auf der Landesliste interessant.
Auf diesen vorderen Rängen findet sich nun auch Ingrid Petzold aus Radeberg, die im Raum Kamenz gegen Staatskanzleichef Stanislaw Tillich unterlegen war, nun aber mit Platz 22 über die Landesliste abgesichert wird. Fraktionsgeschäftsführer Klaus Leroff, der parteiintern in der Sächsischen Schweiz nicht mehr gut gelitten ist, bekam den sicheren Platz 23.
Sogar Platz 15 soll der Ausländerbeauftragte Heiner Sandig aus Riesa-Großenhain erhalten, der durch einen Überraschungscoup als Direktkandidat zunächst gescheitert war: Der frühere Riesaer Oberbürgermeister und Olympia-Staatssekretär Wolfram Köhler, der wegen Provisionsgeschäften mit seiner Frau unter Druck geraten war und von Milbradt in den einstweiligen Ruhestand geschickt wurde, überraschte voriges Wochenende die Basis in Riesa-Großenhain mit einer unerwarteten Kandidatur und verdrängte damit Sandig aus dem Rennen. Nun sind beide Kandidaten im Spiel.
Keine Chance hat dagegen künftig Ludwig Thomaschk aus Bad Muskau: Mit Platz 113 auf der Landesliste liegt er eindeutig zu weit abgeschlagen.