Die Umweltorganisation greift die wasserrechtliche Genehmigung einer im Bau befindlichen unterirdischen Dichtwand am Südrand des genehmigten Vattenfall-Tagebaus Welzow-Süd an. Die Verhandlung dauerte am Nachmittag noch an.

Der BUND, der von der Umweltorganisation Greenpeace unterstützt wird, kämpft gegen den Verlauf der Wand, die das Lausitzer Seengebiet gegen den Tagebau abschotten soll. Die Umweltschützer haben vor zwei Jahren ihre Klage eingereicht, weil sie durch die Dichtwand das Seengebiet nicht geschützt, sondern gefährdet sehen.

Der Verlauf in Richtung Lieske (Oberspreewald-Lausitz) sei außerdem eine Vorbereitung des geplanten Anschlussfeldes II, für das zurzeit das Braunkohleplanverfahren läuft, so ein weiterer Kritikpunkt der Kläger. Die jetzt genehmigte Dichtwand, an der trotz Gerichtsverfahren weiter gebaut werden darf, wird drei Kilometer vor Lieske enden.

Wird das neue Tagebaufeld genehmigt, soll auch die Dichtwand an Lieske vorbei um mehrere Kilometer verlängert werden. Ein Ende August veröffentlichtes Greenpeace-Gutachten hatte für diesen Fall eine Rutschungsgefährdung für das Dorf prophezeit. Die fachliche Prüfung durch das Landesbergamt läuft. sim