In der fraglichen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag habe de Maizière die Abgeordneten „ausschließlich über die anstehenden Vorhaben informiert“ und nicht über das, was er bei der Übernahme des Ministeriums vorgefunden habe.

Laut „Spiegel“ bemängelte de Maizière unhaltbare Zustände im Verteidigungsministerium. Die Vorbereitungen für die Umstellung der Bundeswehr auf eine Freiwilligenarmee nach dem Aussetzen der Wehrpflicht seien unzureichend. Es sei eine große Herausforderung, ausreichend qualifizierte Bewerber zu finden. Das hätten mehrere Teilnehmer übereinstimmend berichtet, schreibt der „Spiegel“. Fraktionsmitglieder bezeichneten die Äußerungen des neuen Verteidigungsministers laut „Spiegel“ als „knallharte Abrechnung“. Der Name Guttenberg sei aber nicht gefallen. De Maizière habe immer nur von seinem Vorgänger gesprochen.