Brandenburg will nach dem First-Solar-Aus Geld nach Frankfurt (Oder) pumpen, Berlin den bald ehemaligen Flughafen Tegel zum Forschungs- und Produktionscampus für Umwelttechnologie und Elektromobilität machen. Mal sehen, wann der Politik die Rivalität auffällt. Zumal Brandenburg Gesellschafter des Airports ist und damit auch finanziell an der Zukunft Tegels interessiert sein muss .

P uh - das ist ja gerade nochmal gut gegangen. Brandenburgs Landesregierung hat bei der Planung der Regionalbahnstrecken gerade einmal das Schlimmste abgewendet. Die Bundesgelder für den Regionalbahnverkehr steigen zwar leicht, doch Lohn- und Energiekosten ziehen stärker an. Unter dem Strich gehen so jährlich rund ein Prozent Kaufkraft verloren. Weil die Länder nicht entsprechend draufpacken, ist die logische Folge: Fürs gleiche Geld kann die Bahn entsprechend weniger fahren. Einmal mehr stand die Landesregierung deshalb vor der Frage, wo sollen wir streichen? Das Dilemma: Die Kassen sind bereits jetzt nicht sonderlich üppig gefüllt, die Kosten galoppieren. Doch der gefürchtete Kahlschlag kommt vorerst nicht. Nach 2015 sollen jedoch weitere Bahnstrecken stillgelegt werden .

PS: U ff - das ist ja Dank Gnadenfrist für schwach besetzte Züge um Haaresbreite nochmal gut gegangen. Denn rein zufällig stehen im Herbst 2014 regulär Landtagswahlen an. Ganz praktisch, wenn den Wählern den sauren Drops erst danach präsentiert werden. Besonders vorteilhaft: Die nach der Wahl neue Regierung kann bedauernd und schulterzuckend auf eine Entscheidung ihrer Vorgänger verweisen und die Hände in Unschuld waschen. Was wären Politiker wert, wenn es nicht einen gut geölten Verschiebebahnhof für Verantwortung gäbe ?