So schreibt es die EU-Neuregelung für Handgepäck vor, die heute gültig wird. Demnach müssen alle flüssigen Produkte in einem ein Liter großen, durchsichtigen und wieder verschließbaren "Gefrierbeutel" transportiert werden. Entsprechende Behältnisse sollen EU-weit in Supermärkten angeboten werden. In der Regel sind sie ca. 16 mal 23 Zentimeter groß. Mitgeführte Kosmetika, die eine Maximalgrenze von 100 ml pro Verpackung nicht überschreiten dürfen, müssen in diesen Beutel verstaut und verschlossen werden, damit sie an der Sicherheitskontrolle aus dem Handgepäck genommen und getrennt vorgezeigt werden können. Pro Passagier darf nur ein einziger dieser Plastiksäcke mitgeführt werden.
Die meisten Flughäfen in Europa starteten bereits mit einer groß angelegten Infokampagne: Plakate und Transparente erklären den Reisenden die neuen Handgepäck-Regeln. Um Verzögerungen an den Sicherheitsschleusen zu vermeiden, wird Passagieren empfohlen, die Verpackung der betroffenen Produkte bereits zu Hause vorzubereiten. Ein Umpacken bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen sei nicht mehr möglich, heißt es bei den europäischen Flughafenbetreibern. Einige Airports gewähren den Flugreisenden allerdings eine Eingewöhnungsphase: Sie wollen zunächst "Umpackstationen" im öffentlichen wie im Transitsektor einrichten.
Die Neuregelung gewährt jedoch auch Ausnahmen. So dürfen Medikamente, Baby- und Spezialnahrung, die während des Fluges benötigt werden, nach wie vor mit an Bord. Sie müssen nicht in die Plastikbeutel verpackt werden. Für Arzneimittel und Diätprodukte müssen die Flugreisenden allerdings eine ärztliche Bescheinigung oder ein Rezept, das auf ihren Namen lautet, mit sich führen. Auch die nach der Bordkontrolle am Flughafen erworbenen Artikel dürfen ohne mengenmässige Beschränkung transportiert werden. Sie werden in spezielle Plastikbehältnisse verpackt und versiegelt und dürfen während der gesamten Reise nicht geöffnet werden. Zudem muss die Quittung gut sichtbar angeheftet sein und Ort sowie Uhrzeit des Kaufes ausweisen.