Nun ist auch der zweite Löwe zurückgekehrt an seinen alten Platz vor das Muskauer Schloss. Und doch haben die Löwen mit Pückler einiges zu tun. Sie zeugen von einem wachen weltoffenen Geist, den der Fürst pflegte. Sie zeugen auch von einem Menschen, der Visionen hatte und Träume, Vorstellungen von der Gartenwelt, von weiten Auen und lieblichen Gewässern, vom langen Reisen und von großen Parks. Pückler, ein Globalisierer des 19. Jahrhunderts, hat viel davon hinterlassen. Wer heute wachen Auges durch die Lausitz fährt, wird noch manches Alte, Unaufgeräumte sehen. Doch er sieht auch die schönen Dinge, die da wachsen - das einzigartige Seenland etwa mit seinen vielen zukunftsträchtigen Projekten. Und auch in Branitz, Pücklers zweiter Heimat, sind vor Ostern zwei Originalzimmer des Fürsten wieder hergerichtet worden. Viel Fantasie muss der mitbringen, der heute auf dem Merzdorfer Aussichtsturm bei Cottbus ins Land schaut, um den künftigen riesigen Ostsee zu erahnen. Doch Pückler lehrt: Die Spinner, die "Verrückten", können die Sieger der Geschichte sein.