Bei zwei bis fünf Prozent aller Medikamentengaben komme es zu Fehlern, sagte der Ärztliche Direktor Jürgen Schölmerich. Oft seien sie unbedeutend - wie etwa zur falschen Uhrzeit genommene Tabletten. Es gebe aber auch lebensbedrohliche Verwechslungen.

In Frankfurt beschäftigt sich seit 2013 eine Arbeitsgruppe mit diesem Thema. Patienten werden nun mit einem Flyer ermutigt, sich bei Auffälligkeiten zu melden. Beinahe-Fehler werden - anonym und freiwillig - in einem Register gesammelt. Die Klinikapotheke vermeidet es, ähnlich klingende Medikamente oder ähnlich aussehende Packungen einzukaufen oder markiert sie zur besseren Unterscheidung.

Geplant ist zudem eine Verordnungssoftware, in der alle Medikamente eines Patienten erfasst sind. Das Computerprogramm meldet, wenn dieser etwas Falsches bekommt, etwas nicht richtig dosiert ist oder sich Präparate nicht vertragen.